Rangliste Österreich Wissenschaft Das lange 19. Jahrhundert

Porträt von Karl Landsteiner
Wikimedia Commons, Bachrach Studios, Public domain
Geboren
14. 6. 1868, Baden bei Wien · auf der Karte
Gestorben
26. 6. 1943, New York City
Wirken
Physiologe, Immunologe, Arzt, Hämatologe

Karl Landsteiner

österreichischer Pathologe, Serologe und Nobelpreisträger

Karl Landsteiner war ein österreichisch-US-amerikanischer Pathologe, Hämatologe und Serologe, der 1900 das AB0-System der Blutgruppen entdeckte, wofür er 1930 den Nobelpreis für Physiologie oder Medizin erhielt. Zusammen mit Erwin Popper gelang ihm 1908 der experimentelle Nachweis, dass die Poliomyelitis (Kinderlähmung) eine durch Infektion übertragbare Krankheit ist. 1921 führten ihn weitere Arbeiten zur Prägung des Begriffs Hapten. Landsteiner gelang es zusammen mit Clara Nigg in den Jahren 1930–1932 Rickettsia prowazekii, den Fleckfiebererreger, in lebenden Gewebekulturen zu züchten. 1940 beschrieb er mit Alexander Solomon Wiener und Philip Levine den Rhesusfaktor, eine Blutkörpercheneigenschaft. Er gilt als „Vater der Immunhämatologie“. „Millionen von Menschen verdanken ihm ihr Leben oder ihre Heilung“, beschreibt das pathologische Institut der Universität Wien seine Leistungen auf seiner Ehrentafel.

Kurzbiografie aus der deutschsprachigen Wikipedia (CC BY-SA 4.0) · 18.697 Artikel-Aufrufe in 12 Monaten

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